Blogger Relations – Ein Wunschkonzert

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Ein konstruktives Miteinander ist immer besser als lange Gesichter auf beiden Seiten oder gar Zwist, weil beide vom anderen enttäuscht sind. In diesem Sinne begrüßen wir die Initiative von Ulrike kommuniziert, die eine Blogparade ins Leben gerufen hat, um die Beziehung von Bloggern und Auftraggebern zu verbessern. Da wir bei unseren Eigenprojekten onthegrid.de und aluminium-frei.de immer wieder zu Kooperationen angefragt werden, können wir gerne einige Punkte beantworten – auf zum Wunschkonzert!

Inhaltliche Ansprache

Wie wir als BloggerInnen angesprochen werden möchten, hat eigentlich nichts außergewöhnliches an sich: wie jeder andere Geschäftspartner auch. Meistens wird uns ja eine Kooperation vorgeschlagen und wenn ich jemandem einen Vorschlag unterbreite, dann werde ich denjenigen bzw. diejenige freundlich und mit Respekt kontaktieren. Dazu müsste sich allerdings noch die Sichtweise auf Blogs etwas ändern: Wir sind kein spaßiges Kostenlos-Medium, bei dem die Schreiber dankbar sind für jedes erdenkliche Angebot (wie auch immer es aussehen möge). Die meisten Blogger wollen echte Geschichten erzählen und echte Hilfe anbieten (und das auf ehrenamtlicher Basis). Je größer unsere jeweilige Community ist, desto mehr Nutzen habt auch ihr als Auftraggeber davon und ihr möchtet von unserer Arbeit profitieren. Gestaltet doch eure Anfrage dementsprechend!

Kontaktaufnahme

Ob uns nun ein freundlicher Anruf, eine nette Email oder eine Kontaktaufnahme über ein soziales Netzwerk erreicht, ist dabei nicht so wichtig. Ein nettes Telefonat hinterlässt natürlich einen angenehmen Eindruck und vermittelt einen persönlichen Kontakt. Wichtiger ist allerdings noch, dass man klar ersehen kann, wer anfragt, was gewünscht ist, in welchem Zeitraum man eventuell kooperieren möchte und was der Hintergrund des Projekts ist. Kurz gesagt: Egal, über welchen Weg ihr an uns heran tretet, habt einfach die nötigen Infos dabei. Ob wir dabei nun geduzt oder gesiezt werden, spielt eine maximal sekundäre Rolle. Im Blogbereich wird oft das Du verwendet, allerdings kann man ja vom höflichen Sie gerne schnell umschwenken.

Erwartungen an Emails
Email im Speziellen eignet sich natürlich wunderbar, um so viele sinnvolle Infos wie möglich auf einmal unterzubringen und an den gewünschten Kooperationspartner heran zu tragen. Falls also zur ersten Kontaktaufnahme ein Telefonat ausscheidet, schreibt uns einfach – und erklärt euer Anliegen so gut wie möglich.

Bloggergruppen in sozialen Netzwerken

Bloggergruppen auf Facebook bzw. anderen Netzwerken ermöglichen einen (größtenteils) konstruktiven Austausch von Bloggern untereinander und man findet Aufträge oder kann welche vergeben. Dies läuft dann allerdings nach dem Prinzip „first come, first serve“, die meisten Aufträge sind nur äußerst grob umrissen. Hat man selbst einen zu vergeben, steht anschließend noch die Recherche an, welchem Kollegen ich den Auftrag geben möchte. Ist der Blog groß genug? Wer ist die Zielgruppe? Wie effektiv wird sie erreicht? Das ist vor allem dann relevant, wenn man mit dem jeweiligen Blogger noch nicht gearbeitet hat. Wir sehen Social Media eigentlich eher als Möglichkeit zum Austausch denn als „Jobgenerator“.

Informationen in Ausschreibung & Bewerbung

Letztlich sind die meisten Ausschreibungen ähnlich ausführlich (oder eben nicht) wie jede andere Stellenausschreibung auch. Sie sind meist recht allgemein gehalten und enthalten eher weniger als mehr Informationen. Genaueres findet man immer erst heraus, wenn eine Kommunikation stattgefunden hat. Gleich eine ausführliche Beschreibung zu lesen wäre natürlich schön – nachfragen ist ja aber auch kein Weltuntergang.

Feedback und Kommunikation

Seid ihr zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Kooperation? Dürfen wir euch Auftraggebern mitteilen, ob wir zufrieden sind? Wir würden es sehr begrüßen, wenn mehr Feedback käme oder wir das Gefühl hätten, dass unseres bei euch willkommen ist. „Nicht geschimpft ist genug gelobt“ ist zwar ein schönes Sprichwort, aber sollte doch einmal etwas im Argen oder einfach noch Wünsche offen sein, würden wir uns eine direkte Ansprache wünschen. Wir sind wiederum immer gut damit gefahren, Dinge zur Sprache zu bringen, die wir gerne verbessert haben wollten. Dazu noch eine kleine Anmerkung: Wir meinen natürlich eine zeitnahe Rückmeldung. Wenn ihr eine Woche auf unsere Antwort warten müsstet, fändet ihr das auch eher weniger schön. Wir finden, dass auch hier der Grundsatz gelten sollte, Blogger als Geschäftspartner zu sehen. Das Gleiche gilt auch für Kooperationen, die nicht zustande kommen. Ab und an wird man sich nicht einig – an sich völlig unproblematisch. Bitte seid doch dann aber so höflich und sagt ab, statt darauf zu hoffen, dass das Projekt von selbst im Sande verläuft.

Kennzahlen, Reichweite, Zielgruppe der Auftraggeber

Grundsätzlich sollten die Zielgruppe meines Auftraggebers und die meines Blogs übereinstimmen – sonst macht die ganze Kooperation wenig Sinn. Allerdings kam es (bei uns) noch nicht vor, dass wir Anfragen erhalten hätten, die mit unseren Blogs nichts zu tun gehabt hätten. Sollte das einmal vorkommen, müsste man sich aber doch ernsthaft fragen, was der Auftraggeber damit bezwecken möchte oder ob dort überhaupt recherchiert wurde. Die nächste Frage wäre dann, ob man einen solchen Auftrag überhaupt annehmen möchte. Grundsätzlich sind wir allerdings der Meinung, dass Kennzahlen und Reichweite bei einem wirklich spannenden Projekt eher zweitrangig sind – die Durchschlagskraft kommt oft mit der richtigen Verbreitungsstrategie. Und manchmal muss man auch neue Wege beschreiten.

Preisfrage

Üblicherweise versucht man, die Kosten und den Nutzen eines Projektes zumindest auszuleveln, sodass sich der Aufwand und das Ergebnis aufheben. Im Optimalfall übersteigt sogar der Nutzen den Aufwand. Leider ist es bei Blog-Kooperationen oft so, dass der Aufwand deutlich größer ist als das, was der Blogger am Ende davon hat. Das ist leider den meisten Auftraggebern nicht klar, weshalb oft Angebote gemacht werden, die in keiner Relation zum Aufwand stehen: „Schreibt uns doch 15 Beiträge, wir verlinken euch dann einmal auf unserer Seite.“ Schaltet man eine Anzeige in einer Zeitung oder bucht einen Werbeplatz im Fernsehen, so bezahlt man auch einen anständigen Preis dafür. Warum also nicht für einen Blogbeitrag?

Best Practice

Am besten funktionieren Kooperationen dann, wenn Auftraggeber den Wert eines Blogs erkannt haben. Dazu gehören eine funktionierende Konversation, genügend Feedback und Kommunikation auch während eines laufenden Projekts. Zuverlässiges, schnelles und gutes Arbeiten ist auf beiden Seiten wünschenswert. Das enthebt die Bloggerwelt vom Vorwurf der Unprofessionalität, die Blogger wiederum fühlen sich aber auch nicht minder geschätzt, wenn man ihnen die gleiche Aufmerksamkeit widmet wie anderen Geschäftspartnern. Einige Unternehmen haben das verstanden und wissen Blogger Relations zu schätzen. Schließlich erreichen wir unsere Communities auf andere Arten und können Botschaften auch anders vermitteln.

Wir sind auf jeden Fall gespannt, welche Ergebnisse die Blogparade bringt und wie unsere Kollegen da draußen die Angelegenheit sehen!

Wer schon privat am liebsten ständig mit Worten jongliert, ist ganz gut beraten, das auch im Job zu tun: Ich bin Kristina und mein Schwerpunkt liegt auf Content, Social Media und SEO. Im Blog bekommt ihr eine Kostprobe und natürlich Hilfestellung zu euren Fragen.

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