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Oder: Die Kunst der guten Einleitung

Die allerwenigsten Deiner Leser schaffen es überhaupt nur bis zur Einleitung. Das ist ein ziemlich ernüchternder Fakt. Deshalb wird es in meinem Artikel diesmal darum gehen, wie Du Deine Leser bei Laune halten kannst. Wichtig dafür ist dafür ein bestimmter Teil Deines Textes: die Einleitung.

Schon öfter habe ich hier im Blog das Thema „Gute Artikel schreiben“ aufgegriffen oder Anleitungen verfasst, wie man eine gute Überschrift für seine Beiträge findet. Natürlich musst Du Deine Leser zunächst mit einer ansprechenden Überschrift auf Deinen Beitrag aufmerksam machen. Wie das geht, erkläre ich hier. Doch unsere Kollegen von Slate.com haben in einer Analyse folgendes herausgefunden: Nur 10% (!!!) Deiner Leser schafft es überhaupt bis zur Einleitung, denn sie scrollen nicht weiter. Und damit gehen Dir auch potenzielle Kunden, Newsletter-Abonnenten und Fans durch die Lappen.

© slate.com

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Was solltest Du also mit denjenigen tun, die es bis hierher geschafft haben? Animiere Deine Leser also zum Weiterscrollen – beispielsweise mit einer guten Einleitung. Doch wie sieht die aus? Die folgenden Tipps helfen Dir:

1. Mach auch (oder gerade) am Anfang kurze Sätze

In kuzen Sätzen steckt unglaubliches Potenzial. Sie sind einfach zu verstehen, gut lesbar und leicht verdaulich. Du kommst damit schneller auf den Punkt. Wer gleich anfangs bei Deinem Artikel das Gefühl bekommt, er würde Dich nicht verstehen, ist sofort weg.

Natürlich möchte man als Schreiberling gerne zeigen, wie gut man mit der Sprache umgehen kann. Aber um Deinem individuellen, coolen Schreibstil folgen zu können, werden die meisten Leser arbeiten müssen – und niemand will sich beim Lesen von Blogartikeln anstrengen.

2. Wiederhole nicht die Überschrift

Denn Du kannst davon ausgehen, dass Deine Leser zumindest die bereits gelesen haben. Nutze stattdessen den Platz, um auf die Überschrift einzugehen, eine Erklärung dazu anzubieten. Sag Deinen Lesern bzw. erinnere sie daran, worum es gehen wird.

3. Beginne mit etwas Ungewöhnlichem.

Deine Aufgabe in der Einleitung besteht darin, etwas „anderes“ zu sagen, als viele andere vor Dir. Du sollst einen Köder kreieren, an dem der Leser anbeißt. Leider bestehen eine Menge möglicher Anfänge aus Dingen, die man unmöglich sagen kann, weil sie leider hier unpassend sind. Versuch aber trotzdem, einen anderen Ansatz zu finden. Schaffst Du das, hast Du schon einen guten Schritt geschafft.

4. Sprich Deine Leser direkt an

Dafür nutzt Du am besten die direkte Anrede, indem Du sagst „Heute helfe ich Dir“, „Hier erfährst Du“ etc. Was Du Deinen Lesern damit zu verstehen gibst? Du schreibst diesen Artikel für sie. Du hast sie im Kopf, während Du schreibst und Du löst ihr Problem oder beantwortest ihre Frage. So stellst Du eine Verbindung zu Deinen Lesern her, die ganz wichtig ist.

5. Mach’s kurz

Ähnlich, wie Du lieber kurze Sätze verwenden solltest, verhält es sich auch mit der Einleitung an sich. Beschreibe in wenigen (kurzen) Sätzen, was der Inhalt Deines Artikels sein wird und worauf Du hinaus willst. Deine Leser sind auf der Suche nach Informationen, die sie im Hauptteil Deines Artikels vermuten. Halte sie nicht unnötig lange hin. Ein Zusatztipp: Was Du in Überschrift und Einleitung versprichst, solltest Du halten. Sonst verärgerst Du Deine Leser.

So kannst Du formulieren, welchen Inhalt den Leser erwartet:

  • „In diesem Artikel geht es um…“
  • „Heute schreibe ich darüber, wie…
  • „Du lernst heute, was…“
  • Du wolltest schon lange wissen, warum…? Das erfährst Du in diesem Artikel.“


    Es gibt eine Menge Möglichkeiten.

    6. Erwähne, warum der Artikel wichtig ist

    Wenn ich über ein Thema schreibe, habe ich einen Grund, warum ich das tue. Beispielsweise haben mich Kunden darauf aufmerksam gemacht oder ich habe bei Recherchen festgestellt, dass das Thema interessant ist. Dir wird es, denke ich, ähnlich gehen. Erkläre Deinen Lesern deshalb, warum der Artikel für sie wichtig ist.

    Denn warum er Dir wichtig ist, wird sich nicht allen sofort erschließen. Und Du kannst so auch diejenigen abholen, die vorher der Meinung waren, das Thema wäre für sie nicht relevant. Du erinnerst Dich vielleicht, dass ich zu Anfang geschrieben habe

    „Damit gehen Dir auch potenzielle Kunden, Newsletter-Abonnenten und Fans durch die Lappen.“

    Damit wird beispielsweise auch denen, die einen Blog betreiben, um Kunden zu akquirieren, klar, wie wichtig eine gute Einleitung ist.

    7. Beziehe Dich auf ein akutes Problem Deiner Leser

    Dies dürfte wohl mit am besten funktionieren: Indem Du Dich schon in der Einleitung auf ein bestimmtes Problem Deiner Leser beziehst, gibst Du ihnen den besten Köder, den man sich vorstellen kann. Du musst nur eben eines tun, und zwar diesen Köder gemäß der Punkte 1-7 hübsch verpacken und aufbereiten.

    Was die Probleme Deiner Leser sein könnten, erfährst Du

  • direkt von ihnen selbst, weil Du mit ihnen Kontakt hast
  • wenn Du sie danach fragst
  • durch Recherche, beispielsweise in Foren
  • indem Du nachdenkst

  • Mit „indem Du nachdenkst“ meine ich folgendes: Im Idealfall hast Du Dir Gedanken darüber gemacht, wer genau Deine Kunden sind, also ein Wunschkunden-Profil erstellt. Hier hast Du Dir Gedanken gemacht, wer genau Deine Kunden und Leser sind und wie Du ihnen helfen möchtest. Daraus ergeben sich natürlich auch Fragestellungen, die Du mit Deinen Artikeln beantworten kannst.

    Wenn Du dann das Problem direkt in der Einleitung zu Deinem Artikel ansprichst, gibst Du Deinen Lesern ein gutes Gefühl. Denn Du bist Dir bewusst, welche Schwierigkeiten sie haben und gehst darauf ein.

    8. Vorsicht vor Geschichten

    Gute Einleitungen schreiben Oft hört man den Begriff „Storytelling“ und dass es wichtig sei, dem Leser eben eine gute Geschickte zu erzählen. Insoweit richtig, dennoch muss man sich hier etwas in Acht nehmen. Denn weder sollte aus der Story ein Märchen werden noch ein Roman, der den Leser nicht interessiert und letztlich völlig am Thema vorbei geht.

    Auch hier gilt: „in der Kürze liegt die Würze“ – leicht abgedroschenes Sprichwort, aber hier sehr passend 😉 Benutze eine Geschichte in der Einleitung, wenn Du das Gefühl hast, dass sie wirklich dienlich ist, um das Interesse Deiner Leser zu wecken und aufrecht zu erhalten.

    Bonus-Tipps:

    Verrate nie die Auflösung oder das Fazit Deiner Story, bis Du nicht wenigstens bei der Hälfte Deines Artikels bist – oder heb sie Dir gleich für den Schluss auf.

    Überlege Dir, warum Du einen Artikel lesen würdest. Was müsste in der Einleitung stehen, damit Du weiter liest? Vielleicht etwas, das direkt Dich und Dein aktuelles Problem anspricht? Etwas, das Dir noch nicht 100 andere erzählt haben?

    Eine gute Einleitung zu schreiben, kann mehrere Anläufe dauern – lass Dich davon aber nicht entmutigen. Wenn dadurch mehr Leser bei Dir bleiben und Deinen Artikel bis zum Ende lesen, hat es sich schon gelohnt. Du hast noch Fragen? Schreib mir gern eine Email, ich helfe Dir weiter!

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