Erfolgreich arbeiten mit Bloggern – eine Anleitung

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Das Arbeitsfeld der Public Relations hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Zu den bekannten Aufgaben sind durch die neuen Technologien und Medien weitere Aufgabenbereiche dazu gekommen bzw. weitere Kommunikationswege, die man abdecken sollte. Dazu gehören Social Media und Blogs. In diesem Artikel werde ich erklären, warum Blogger für die moderne PR so gut sind und wie man die Kooperation für beide Seiten erfolgreich gestalten kann.

Warum sind Blogger so wertvoll?

Gute Blogger haben mehrere Vorteile, die sich aus der Arbeitsweise und der Beschaffenheit von Blogs ergeben. Blogger schreiben aus ihrer Sicht der Dinge und schreiben über eigene Erfahrungen. Hier besteht auch schon ein großer Unterschied zu Journalisten, die sich ja mehrheitlich um eine objektive(re) Berichterstattung bemühen.

Blogger haben oft eine große Fanbase, zu der sie fast familiäre Beziehungen pflegen und in der sie großes Vertrauen und Autorität genießen. Auf ihrem Gebiet sind Blogger zudem wirkliche Experten, denn sie beschäftigen sich lange und ausführlich mit ihrem Sachgebiet und kennen alle Fakten, Quellen und Trends.

Kooperiert man mit Bloggern, kann man nutzen, dass sie große Multiplikatoren sind und ebensolchen Einfluss auf ihre Community haben. Sie können regelrecht Viralität erzeugen und so Botschafter für ein Produkt werden. Zudem sind die meisten von ihnen echte Allrounder: Sie schreiben, fotografieren, machen Videos und sind bei Social Media hoch aktiv.

Inhaltliche Vorteile

Blogger schätzen zu lernen hat nicht nur wegen der großen Reichweite und Strahlkraft ihrer Webpräsenzen Vorteile. Auch aus inhaltlicher Sicht macht eine Kooperation vielfach Sinn. Denn Blogger berichten oftmals in Echtzeit, zunächst auf Social Media, anschließend gehen bald die Beiträge online. Die Inhalte, die Blogger veröffentlichen, haben meist kein Verfallsdatum – sind also evergreener Content. Sie publizieren viel und oft, etwas, das auch Google mit großem Gefallen betrachtet. Auch unter SEO-Gesichtspunkten ist eine Kooperation mit Bloggern äußerst erfolgsversprechend. Inhaltliches Plus ist auch hier die große Vielfalt an Beiträgen, die Blogger produzieren: sei es als Video, als Artikel, Bildergalerie, Interview und und und.

Blogger schreiben oder filmen aber nicht nur. Sie betreiben das sogenannte Storytelling, vermitteln Wissen, Informationen und Werte also darüber, dass sie eine interessante Geschichte erzählen. Zusätzlicher Mehrwert dieser Geschichten ist, dass sie echt sind. Diese Geschichten sind echt, sie basieren auf tatsächlichen Erfahrungen und sie erreichen nicht nur die Köpfe der Leser. Die darin enthaltenen Emotionen erreichen auch die Herzen ihrer Leser und emotionale Stories bleiben in Erinnerung.

Doch eine erfolgreiche Kooperation will gut vorbereitet sein. Dein tolles Produkt und die Vorteile von Bloggern sollten sich in einem optimalen Rahmen treffen, damit nicht am Ende beide Seiten enttäuscht sind. Im folgenden habe ich Dir beschrieben, wie Du vorgehen solltest.

Mach Dir ein Konzept

Alles beginnt, wie so oft, mit einem Grundgerüst. Zur Vorbereitung einer Kooperation brauchst Du eine genaue Planung und Strategie, sonst solltest Du nicht mit dem Aufbau von Blogger Relations beginnen.

  • Überlege Dir, welches Themenfeld interessant für Deine Firma ist.
  • Führe eine Keyword-Recherche durch und binde die Ergebnisse in Deine Planungen mit ein.
  • Organisiere und nutze Events, Kampagnen und Specials, um Beziehungen zu Bloggern aufzubauen.
  • Definiere die kommende Zusammenarbeit.
  • Vor allem die Definition bestimmt das weitere Vorgehen: Inwieweit sollen die Blogger in Deiner Kommunikationsstrategie eingebunden werden? Du kannst sie beispielsweise mit exklusiven Inhalten versorgen oder sie auf eine Presseveranstaltung einladen. Viele Firmen lassen mittlerweile sogar Blogger-Events stattfinden, um genau auf deren Zielgruppe und ihre Bedürfnisse eingehen zu können.

    Mach Deine Hausaufgaben

    Soll heißen: Recherchiere. Statt wahllos einen Haufen Blogger anzuschreiben (die dann wohl gemerkt sicher nicht berichten, weil sie merken, dass Du Deine Hausaufgaben nicht gemacht hat), solltest Du herausfinden:
    1. wer über Dein Thema schreibt, also für Dich relevant ist
    2. wer am meisten Einfluss / die größte Community hat
    3. wie du an diese Personen heran treten kannst.

    So eine Recherche kostet natürlich eine Menge Zeit. Denn um heraus zu bekommen, welche Blogs zu Deinem Thema und Deinem Unternehmen passen, musst Du sie lesen und Dich wirklich mit ihnen auseinander setzen. Google ist auch hier die richtige erste Anlaufstelle, um Blogs zu finden.

    Du solltest zusätzlich unbedingt über Social Media suchen. Die meisten Blogger haben auch hier eine große Community und sind auf vielen Netzwerken unterwegs. Recherchiere also auch über die großen Plattformen wie Facebook, Youtube, Twitter und auch Instagram. Gerade Twitter bietet mit seinen Hashtags und Listen gute Möglichkeiten, Influencer und beliebte Themen zu finden.

    Bonus-Tipp
    Eine ausführliche Recherche lohnt sich nicht nur, weil Du heraus finden musst, wer gut zu Dir und Deinem Thema passt. Sondern auch deshalb (und auch das wissen wir aus eigener Erfahrung), weil es auch in dieser Branche „schwarze Schafe“ gibt, die die Sonnenseiten des Bloggens mitnehmen, im Gegenzug dafür aber wenig leisten. Sieh Dir deshalb genau an, was, wie oft und wie viel geschrieben wird, ob der Blogger als Gastautor auf anderen Seiten auftaucht, wie dort die Inhalte aussehen. So stellst Du sicher, dass Du Blogger findest, die auch ihrerseits an einer guten Geschäftsbeziehung interessiert sind und ihr beide profitiert.

    Mach den ersten Schritt

    Wenn Du weißt, wie die Kooperation aussehen soll und wen Du ansprechen möchtest, wird es Zeit für den nächsten Schritt: die Kontaktaufnahme. Aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, dass diese sich eigentlich nicht von jeglicher anderer Kontaktaufnahme unterscheidet. Blogger mögen höfliche Emails oder Anrufe genauso, wie alle Deine anderen Kunden.

    Natürlich haftet dem Bloggen nach wie vor noch etwas „semiprofessionelles“ an und ein gewisses Kumpel-Image. Von „semi-“ hat sich Blogging aber mittlerweile weit entfernt und auch, wenn der Umgangston unter Bloggern oftmals freundschaftlich ist, so handelt es sich bei einer PR-Aktion trotzdem um einen seriösen Kontakt unter gleichberechtigten Partnern: der Firma und dem möglichen Kooperationspartner. Wo Du die erste Kontaktaufnahme versuchst, ist letztlich weniger wichtig. Du kannst Deine Wunsch-Partner auch genauso gut via Social Media ansprechen. Es zählt das Wie.

    Sprich die Blogger, mit denen Du arbeiten möchtest, persönlich an. Das zeigt eine andere Art von Wertschätzung als eine offensichtliche Massennachricht. Antworte zeitnah, wenn sich jemand zurückmeldet, denn Deine Ansprechpartner sind in der Online-Welt zuhause, in der sich alles rasant ändert.

    Mach weiter

    Mit dem Erstkontakt folgt der Rest Deiner Strategie: die Zusendung von Material oder eines Testprodukts, eine Einladung zu einem Event, die Verbreitung Deines Themas über die Blogs und Social Media. Doch damit endet der Beziehungsaufbau nicht, denn das eigentliche Ziel ist es ja, langfristige gute Kontakte aufzubauen.

    Ein wenig Organisation hilft auch hier. Gut ist es beispielsweise, wenn Du Deine Bloggerkontakte in einer gesonderten Liste oder Datenbank ablegst. Schreib auch ruhig dazu, wie die Kommunikation und das Miteinander abliefen, wie der jeweilige Blogger kontaktiert werden möchte und anderes, das Dir wichtig erscheint. Möchte jemand Deinen Newsletter? Oder explizit nur dann angeschrieben werden, wenn es wirklich etwas zu sagen gibt? Letztlich unterscheidet sich der Blogger hier nicht von Kunden oder Journalisten. Besondere Merkmale und Präferenzen sollten einfach notiert werden.

    Biete Deinen neuen Kontakten etwas, wovon es sich lohnt, darüber zu berichten. Dies kann in Form von exklusiven Inhalten sein, kleine organisierte Previews auf Neuigkeiten oder Produkte oder ab und an mal ein neues Produkt, zu dem Du gerne eine Meinung hättest. Stelle Bilder, Infos und anderes Material zur Verfügung, hilf den Bloggern, ihre Berichte so gut wie möglich schreiben zu können. Diese Art von Hilfe kannst Du beispielsweise auch dann anbieten, wenn Du bei Deiner Recherche feststellst, dass jemand quasi ohne Deinen „Auftrag“ etwas über Dich und Deine Firma veröffentlicht hat.

    Mach sie zu Markenbotschaftern (im Idealfall)

    Wie eingangs schon erwähnt, haben Blogger ein unglaubliches Standing bei ihren Fans. Sie sind unabhängig und genießen auch deshalb eine Menge Ansehen und Vertrauen. Was der Lieblingsblogger sagt, wird hoch geschätzt. So eine einflussreiche Person an der Seite Deines Unternehmens zu haben, kann Dich enorm nach vorne bringen.

    Deshalb ist es so wichtig, die Beziehungen zu Bloggern zu pflegen. Indem Du ihnen und sie Dir immer wieder etwas Gutes tun, stärkt ihr euer Miteinander – soweit, dass diese Blogger zu Markenbotschaftern Deiner Firma werden können. Denn wenn sie positiv über Dich urteilen, tun es mit erhöhter Wahrscheinlichkeit auch ihre Leser. Zufriedene Blogger geben Deinem Unternehmen und Deinen Produkten zudem ein Gesicht und eine Persönlichkeit, unterschreiben Deine Qualität mit ihrem Namen. Das ist unbezahlbar.

    Beachte hierbei nur eines: Die Art und Weise, wie Blogger über Deine Firma schreiben, kannst Du nicht beeinflussen. Das ist der Punkt, der sie bei ihren Anhängern so beliebt macht. Sie sind unabhängig, sie werden nicht dafür bezahlt, für Dich zu schreiben – sie lieben einfach ihr Thema. Betreibe deshalb auch immer klare, offene und ehrliche Kommunikation. Werden Erwartungen und Anforderungen gleich angesprochen, entstehen weder Missverständnisse noch Enttäuschungen.

    Auf geht’s!

    Konnte ich alle Deine Fragen zum Umgang mit Bloggern beantworten? Fehlt Dir noch eine Info oder möchtest Du noch mehr wissen? Ich freue mich über Deine Anfrage – gleich hier unter dem Artikel als Kommentar, gerne aber auch via Social Media oder per Email!

    Wer schon privat am liebsten ständig mit Worten jongliert, ist ganz gut beraten, das auch im Job zu tun: Ich bin Kristina und mein Schwerpunkt liegt auf Content, Social Media und SEO. Im Blog bekommt ihr eine Kostprobe und natürlich Hilfestellung zu euren Fragen.

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