Verbessere Deinen Schreibstil mit diesen einfachen Tricks

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Wir schreiben viele Artikel jede Woche, zum Teil für unsere Kunden, zum Teil für uns selbst. Da lernt man so einiges, das man tun oder lieber lassen sollte – und so manche Angewohnheit beim Schreiben, die man sich lieber schnell abgewöhnt, habe ich hier für Dich zusammen gefasst.

Es geht übrigens nicht darum, dass man explizite Wortauswahl weg lässt. Das versteht sich von selbst. Doch diese folgenden Fehler könnten Dir manche als schlechten Schreibstil auslegen:

Anzeichen schlechter Schreibstil

Du bleibst vage

Ob ich nun einen Blog-Post, einen Zeitungsartikel oder einen Magazin-Beitrag lese: Es gibt wenig, das mich so sehr nervt, als wenn ich mich beim Lesen konstant frage, was der Schreiber mir eigentlich sagen will.

Jemand, der vage schreibt, drück sich unklar aus, drückt sich um einen klaren Satz herum und möchte sich mit nichts wirklich festlegen. Erkennen kannst Du einen solchen Beitrag tatsächlich daran, dass Du Dich fragst, was um alles in der Welt eigentlich die Aussage des gerade Gelesenen ist.

Die Sache ist die: Natürlich kannst Du von Deinen Lesern verlangen, dass sie die versteckte Botschaft in Deinem Artikel selbst finden. Doch das werden sie nicht wollen. Deine Leser sind auf der Suche nach Information, die im besten Fall schnell gelesen, leicht verständlich und angenehm aufbereitet ist.

So geht’s:

1. Unterteile Deinen Artikel in mehrere Absätze.
2. Beginne jeden Absatz mit einer klaren Überschrift.
3. Behandle nur ein Unterthema pro Absatz.
4. Benutze kürzere Worte.
5. Mach kürzere Sätze.
6. Verwende mehr Substantive, dafür weniger Adjektive und Adverben.

Bonus-Tipp
Wenn Du nicht genau weißt, was Du sagen möchtest, musst Du vielleicht etwas länger recherchieren. Anschließend machst Du Dir am besten erst einmal ein Konzept: Was ist die Kernaussage Deines Artikels? Welche Punkte musst Du dazu erklären? Was ist Dein Fazit? Versuche, Deine Idee in einem einzigen, simplen Satz unterzubringen.

Du schweifst ab

Dazu gebe ich Dir am besten ein Beispiel. In einem Reiseblog wollte ich kürzlich einen Bericht über ein Hotel lesen, von dem ich mir überlegt hatte, es zu buchen. Am meisten interessiert hätte mich natürlich, was das Hotel zu bieten hat, wie gut die Qualität ist etc. Stattdessen verbrachte ich einige Absätze damit, die Beschwerden des Schreibers über seinen verloren gegangenen Koffer zu lesen.

An diesem Punkt, das garantiere ich, hatte der gute Mann bereits einige Leser verloren. Sie bekommen den Eindruck, dass sie bei Dir nicht das finden, was sie gesucht haben und verabschieden sich. Da kann der eigentliche Artikel dann noch so gut sein.

So geht’s:

1. Überlege Dir die Struktur des Artikels.
2. Finde Deine Kernaussage (siehe oben).
3. Komm schon im ersten Absatz auf den Punkt.
4. Sag, was Du zu Deinem Thema sagen möchtest. Aber nicht mehr.

Bonus-Tipp
Das alles heißt nicht, dass Du Deinen Artikel nicht mit einer persönlichen Note und einer lustigen Geschichte verschönern darfst. Achte nur darauf, dass es zu Deinem Thema passt bzw. Deine Kernaussage unterstreicht.

Du baust Textwüsten

Ich glaube, viele Schreiber haben irgendwann irgendwo gelesen, dass lange Artikel besonders beliebt bei Google sind. Also solche, die mehr als 2000 Zeichen haben. Grundsätzlich ist das richtig. Das bedeutet aber nicht, dass man a) seinen Artikel unendlich aufblasen sollte und b) am besten alles ohne auch nur den kleinsten Absatz runter schreibt.

Die wenigsten Leute lesen wirklich etwas im Internet. Vielmehr scannen sie die Inhalte und hüpfen dabei von Headline zu Headline und von Bild zu Bild. Niemand möchte einen Text lesen, der einfach nur weiter und weiter und weiter geht und Wort an Wort an Wort reiht.

So geht’s:

Glücklicherweise gibt es für dieses Problem eine Lösung, die ebenso simpel wie genial ist: die „Return“-Taste auf Deiner Tastatur!

Versuch es mal. Schreib einen Satz, einen zweiten und einen dritten – und dann drücke Return! Und das immer so weiter, bis Du fertig bist 😉

Du liebst Ausrufezeichen!

Manchmal glauben wir, wir müssten unseren Standpunkt besonders deutlich machen. Ihn den Menschen ins Gesicht schreien. „Siehst Du, genau das meine ich!!!“ Und dann verwenden wir eine enorme Menge Ausrufezeichen.

Leider hat das einen recht großen Haken. Wir verwenden Satzzeichen oft dann, wenn sie etwas betonen sollen. Doch statt das zu erreichen, wirken wir schnell unglaubwürdig, wenn wir zu viel davon verwenden. Denn als wirklich guter Schreiber sollten wir mit Worten das ausdrücken können, was wir wirklich meinen. Unsere Sprache bietet eine so große Auswahl an schwächeren und stärkeren und unglaublich starken Worten, mit denen wir, auch ganz ohne viele Ausrufezeichen, alles rüber bringen können.

So geht’s:

Sei nicht faul. Natürlich brauchst Du auf der Suche nach einem passenden Adjektiv eine Minute mehr Zeit als dafür, ein Ausrufezeichen zu tippen. Doch das wird nur am Anfang so sein, mit der Zeit und etwas Übung wird es Dir deutlich leichter fallen. Überlege Dir auch, ob Du das Ausrufezeichen wirklich brauchst.

Du verwendest (zu viele) Schlagworte

Damit meine ich solche, die auf Englisch „Buzzwords“ genannt werden. Darunter versteht man Worte, die beliebt und aufmerksamkeitsstark sind – und damit erschöpft sich dann auch schon ihre Nützlichkeit.

Denn was man mit diesen Worten vor allem gut kann, ist Bullshit-Bingo spielen. Ich denke da gerne an die Überschriften in den Artikeln einiger bekannter Webseiten, die mir „unglaubliche“, „schockierende“ und „verblüffende“ Lese-Erlebnisse prophezeien. So etwas zieht sicher ein paar Klicks, doch wenn der Inhalt nur enttäuscht, fällt auch beim nächsten Mal keiner mehr darauf rein.

So geht’s:

Um Deine Leser nicht erst anzulocken, dann zu enttäuschen und damit zu verprellen, habe ich Dir hier Worte aufgelistet, die Du besser selten nutzt:

  • revolutionär
  • leidenschaftlich
  • getrieben
  • dynamisch
  • innovativ
  • ergebnisorientiert
  • strategisch
  • top-aktuell
  • wegbereitend
  • gemeinschaftlich
  • problem-lösend


  • All diese Worte klingen wie ein schlechtes Anschreiben zu einer Bewerbung – und jeder Personaler, der die selben Superlative bei jedem Bewerber liest, wird sich auch schnell seinen Teil denken.

    Natürlich kannst Du auch trotzdem zu Werbezwecken weiterhin diese und ähnliche Worte benutzen. Überleg Dir einfach nur vorher gut, ob der Kontext passt und es angebracht ist.

    Noch Fragen?

    Du brauchst noch Hilfe beim Schreiben richtig guter Artikel? Melde Dich, gerne via Kommentar unter diesem Artikel oder schreib uns eine Email!

    Wer schon privat am liebsten ständig mit Worten jongliert, ist ganz gut beraten, das auch im Job zu tun: Ich bin Kristina und mein Schwerpunkt liegt auf Content, Social Media und SEO. Im Blog bekommt ihr eine Kostprobe und natürlich Hilfestellung zu euren Fragen.

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